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Das lockere Bindegewebe-die extrazelluläre Matrix

Lockeres Bindegewebe- ein Tausendsassa

Es hat viele verschiedene Namen und eine noch viel größere Bedeutung für uns. In der Medizin hat das lockere Bindegewebe bisher keine große Bedeutung erlangt, was sehr verwunderlich ist, denn in ihm finden lebenswichtige Prozesse statt.

Die Tragweite dieser Spezialeinheit im Körper ist für die Natur des Menschen grundlegend, denn es verbindet unsere Außenwelt übergangslos mit unserer Innenwelt!

Eins ist diesem "Gewebe" gewiss: seine unspektakuläre Erscheinungsform, das auf der Schwelle von Gel zu Gewebe ist, täuscht in seinem unspektakulären Auftreten darüber hinweg, dass seine Wirkweise und seine Aufgaben jedoch umso spektakulärer ausfallen.

Die wichtigsten Bestandteile des lockeren Bindegewebes sehen Sie hier auf der Zeichnung. Die eigentlichen Faszien-Fibrillen Kollagen und Elastin sind dort locker und vereinzelt zu finden. Auf bestimmte Reize hin können sie sich als leichte Fasermatte verbünden und diese auch wieder auflösen. Die Produktionszellen, die das hervorbringen können, liegen gleich mitten drin im lockeren Bindegewebe. Aber auch die Fresszellen, die das alles wieder "aufknabbern können", sind gleich vor Ort zu finden. In den Sitzungen wird mit einer sanften, manuellen Methode diese Selbst-Reinigungsmöglichkeit angefacht. Fibrotisierungen werden abgebaut.

Im lockeren Bindegewebe ist richtig was los, denn dort werden in jeder Sekunde nicht nur Faszienfasern auf-, ab-, und umgebaut, sondern auch viele andere Stoffe wie z.B. Botenstoffe oder Schlackestoffe. Dr. Hartmut Heine nannte in seinem umfangreichen Fachbuch über die Extrazelluläre Matrix diese Ebene des Körpers auch die Drehscheibe des Stoffwechsels. Hier entscheidet auch, wie stabil und effektiv z.B. das Immunsystem ist.

Im Ayurveda hingegen war dieses Zellzwischengewebe schon vor vielen tausend Jahren bekannt, nämlich als sog. Shrotas. Eine überaus komplexe Behandlung (Panchakarma-Kur) wurde dafür verabreicht, bestehend aus  Anwendungen mit Entgiftungsmassagen, Kräutern, Ernährungsumstellung, Körperübungen und Meditation. Damals wusste man bereits um die immense Bedeutung. Ist dieses "Gewebe" verschlackt oder eingeschränkt, verliert man im übertragenen Sinne den "Durchblick, den Klarblick".

Folgende Begrifflichkeiten sind synonym im Umlauf:

  • Lockeres Bindegewebe

  • Extrazelluläre Matrix (EZM)

  • Grundsubstanz

  • Zellzwischenräume

  • Interstitium

  • ayurvedisch: Shrotas

Die Namen deuten schon darauf hin: es geht um Raum zwischen den eigentlichen Körperzellen (z.B. von Organen oder Muskeln). Da es -wie erwähnt- hauptsächlich gelförmig ist, füllt es alle Körperspalten aus und durchdringt auch Strukturen wie die der strafferen Bindegewebe, Organe und Muskeln. Je näher man das betrachtet, um so "offener" und "ineinanderübergehender" sind die Strukturen, sie bilden eher ein Kontinuum für Interaktionen, als klar abgegrenzte Bereiche.

Die wichtigsten Funktionen des lockeren Bindegewebes unterscheiden sich von den Funktionen der strafferen Bindegwebe und sind unter anderem:

  • Freies Gleiten der benachbarten, festeren Strukturen wie Organe, Muskeln, Knochen und straffere Bindegewebe

  • Stoffwechsel

  • Bildung von "Depots" für Schlackestoffe, Zelltrümmer, Medikamente etc., wenn sie nicht lymphgängig sind oder Venensystem und Niere überlastet sind. Erste Anzeichen für einen verschleppten Reinigungsprozess sind erst mal sehr subtiler Natur: Unwohlsein, das Gefühl „verklebt“ zu sein, aber auch Verstimmungen. Wird diese Situation chronisch, können Entzündungsprozesse jeglicher Art entfacht werden.

  • Wahrnehmung und Reizverarbeitung  Und so läuft es ab: die Art des Kontakts, den wir mit unserer Außenwelt haben, wird über das Bindegewebe an unsere feinen Antennen der Innenwelt weitergeleitet. Dabei helfen uns über 20 Rezeptoren-Arten, auch freie Nervenendigungen, die wie Antennen im Bindegwebe eingebaut sind. Je nach Qualität der Berührung reagiert das lockere Bindegewebe mit einer Kaskade an elektromagnetischen Impulsen, die unablässig über die Ganglien, das Rückenmark und den Thalamus an unsere Gehirnareale zur Reizverarbeitung weitergeleitet werden. Dort wird es in eine Sinneswahrnehmung „übersetzt“ und für uns fühlbar gemacht. Man bezeichnet in der Faszienforschung deshalb auch schon das Faszien-Netz als Wahrnehmungsorgan.

In den Faszien-Sitzungen kann ich das lockere Bindegewebe zur "Entrümpelung" anfachen. Ich arbeite so, dass Sie das gut vertragen und die Regenerationskraft , sowie der Parasympathikus (das Entspannungssystem der Nerven) stimuliert werden, um Sie bestmöglich zu unterstützen. Bitte schauen Sie auch in die Kundenmeinungen.